Das Tagesgeld und seine Vorteile
Freitag, 30. Juli 2010<!– @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } –>
Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seine Ersparnisse mit attraktiven Renditen anzulegen. Generell gilt dabei allerdings, je höher die versprochenen Renditen, desto höher auch das mit der Geldanlage verbundene Risiko. Eine der sichersten Geldanlagen ist dagegen das Tagesgeld, das ursprünglich als Alternative zum altbekannten Sparbuch entwickelt wurde. Es bietet dabei zahlreiche Vorteile im Gegensatz zum Sparbuch und eine hohe Flexibilität für die Anleger.
Zum Einen sind sämtliche Einlagen auf dem Tagesgeldkonto über den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken und Sparkassen abgesichert. Die Höhe der Einlagensicherung richtet sich in der Regel nach der Bilanzsumme der jeweiligen Banken, wodurch Millionenbeträge als Sicherheit für den einzelnen Anleger zustande kommen. Ein Verlust des angelegten Geldes ist mithin so gut wie unmöglich.
Wie der Name Tagesgeld schon verrät, legt sich der Anleger nicht auf einen bestimmten Zeitraum fest, wenn er ein Tagesgeldkonto eröffnet. Das einmal eingezahlte Geld kann jederzeit und in voller Höhe wieder abgehoben werden. Dabei muss das Tagesgeldkonto nicht gekündigt werden, wie es etwa beim Sparbuch der Fall ist. Auch fallen keinerlei Vorschusszinsen an, die bei einer Abhebung von mehr als 2.000 Euro vom Sparbuch die Regel sind.
Die Kontoführung beim Tagesgeld ist natürlich kostenfrei, so dass keinerlei Gebühren entstehen. Ebenfalls bieten sich attraktive Zinsen, wenngleich diese aufgrund der niedrigen Leitzinsen derzeit im Durchschnitt nur zwischen einem und zwei Prozent liegen. Dennoch sind die Tagesgeldzinsen deutlich höher, als die Zinsen auf dem Sparbuch. Auch werden sie in aller Regel mehrmals jährlich ausgezahlt. Üblich sind quartalsweise Auszahlungen, einige Banken zahlen die Zinsen auch monatlich oder täglich aus. Somit können Anleger vom Zinseszinseffekt profitieren.
Bei der Wahl eines Tagesgeldkontos sollten Anleger zunächst einen umfassenden Vergleich durchführen. Die Unterschiede der Banken bei Zinsen und Konditionen sind enorm. So ist insbesondere darauf zu achten, ob hohe Zinssätze auf maximale Anlagebeträge beschränkt sind. Einige Banken gewähren die beworbenen Zinsen nur bis 10.000 oder 50.000 Euro Anlagebetrag. Darüber hinausgehende Beträge werden deutlich geringer verzinst. Ebenfalls locken viele Banken mit besonders hohen Zinsen für Neukunden. Diese bleiben meist jedoch nur für wenige Monate gültig und werden schnell wieder angeglichen. Außerdem bieten ausländische Banken attraktive Tagesgeldkonten an. Die Verzinsung ist recht hoch, Anleger sollten jedoch bedenken, dass die Einlagensicherung deutlich geringer, als bei deutschen Banken ausfällt.
Wichtig ist ebenfalls, dass ein Tagesgeldkonto stets ein Referenzkonto benötigt, das in der Regel das Girokonto darstellt. Da das Tagesgeldkonto nicht zum Zahlungsverkehr zugelassen ist, kann von ihm ausschließlich auf das Referenzkonto überwiesen werden.